Immobilienpreise nun auch auf dem Land hoch

Auch auf dem Land können sich Immobilienbesitzer nun freuen. Weil es in den Städten nur noch wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, ist jetzt auch die Nachfrage nach Wohnraum auf dem Land gestiegen. Und das führt zu höheren Immobilienpreisen.

Der Zug in die Städte schwächt sich langsam ab. Dennoch ziehen viele Menschen weiterhin in Stadtnähe. Das führte zunächst dazu, dass sich die Nachfrage von den Stadtzentren auf die „Speckgürtel“ verschoben hat. Nun aber erweitert sich der Kreis auch auf das weitere Umland. Nun sind auch die ländlichen Regionen Deutschlands gefragt. Denn hier sind die Preise im Vergleich zu den Stadtzentren und den Randlagen noch bezahlbar. Obwohl die Immobilienpreise im vergangenen Jahr auf dem Land rasant anstiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Februar.

Für Immobilienbesitzer sind das gute Nachrichten. 2019 kann sich der Immobilienverkauf durchaus lohnen. Denn die Nachfrage ist nicht nur hoch nach modernen Neubauten. Auch Bestandsimmobilien sind sehr gefragt. Das heißt: Wer seine Immobilie verkaufen möchte, für den ist jetzt ein guter Zeitpunkt.

Experten warnen allerdings davor, darauf zu spekulieren, dass die Preise weiter steigen. Denn wenn die Kredite für Immobilien teurer werden, wird vermutlich die Nachfrage nach Immobilien sinken. Der aktuell niedrige Leitzins sorgt dafür, dass auch die Zinsen für Kredite niedrig bleiben. Allerdings gibt es Anzeichen für eine Wende in der Zinspolitik. Zum Beispiel kauft seit diesem Januar die Europäische Zentralbank (EZB) keine Staatsanleihen mehr. Der Anleihenkauf und das Zinstief beeinflussen sich zwar nicht direkt, jedoch ist das Programm eine Art Zusatzmaßnahme zum geringen Leitzins. Das heißt: Solange die EZB Staatsanleihen kaufte, blieb auch der Leitzins niedrig. Nun, da das Programm ausgelaufen ist, ist auch die Entwicklung des Leitzinses offen.

Ein anderes Zeichen ist die aktuelle Inflationsrate. Mit ihrer Zinspolitik verfolgte die EZB das Ziel, die Inflationsrate auf knapp unter 2 Prozent zu erhöhen. Eine höhere Inflation scheint zwar erst einmal schlecht. Jedoch warnte EZB-Präsident Mario Draghi vor einer Deflation, also sinkenden Preisen. Denn die könnte bewirken, dass Menschen ihre Käufe hinausschieben, weil sie hoffen, später noch weniger zahlen zu müssen. Für die Wirtschaft wäre das jedoch katastrophal. 2016, zu Beginn der Niedrigzinspolitik, lag die Inflationsrate in Deutschland bei sehr geringen 0,5 Prozent. Aktuell liegt sie bei 1,9 Prozent. Damit hat die EZB ihr Ziel erreicht.

Zudem wird Mario Draghis Amtszeit als EZB-Präsident in diesem Jahr enden. Experten gehen aber davon aus, dass auch unter seinem Nachfolger der Zinssatz nur langsam und moderat steigen wird. Deshalb erwarten sie auch keine großen Änderungen am Immobilienmarkt. Wer dieses Jahr also seine Immobilie verkaufen möchte, wird immer noch genug zahlungsfähige Interessenten finden.

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Foto: © AerialBO/Depositphotos.com

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